OpenSUSE 12.1 – KDE 4 / Plasma friert ein

KDE 4 Desktop mit einigen Anwendungen (Quelle: Wikimedia Commons / GPL)
Schon mit OpenSUSE 12.1, aber auch mit anderen Distrubutionen wie KUbuntu oder Fedora trat bei mir unter KDE 4 immer wieder folgendes Problem auf: Plötzlich, vor allem wenn ich mehrere Fenster auf hatte, fror das System für ca. 15-20 Sekunden ein. Zwar konnte ich die Maus bewegen, aber weder das aktuelle Fenster wechseln, noch ein Programm (oder das Startmenü) öffnen oder schließen. Nach Ablauf dieser Zeit war das System plötzlich wieder ansprechbar.
Ich habe dieses Problem jetzt einige Zeit beobachtet, aber die Ursache blieb mir irgendwie verborgen. Zwar schoss die CPU-Last während des Freeze in die Höhe, aber der Grund dafür war mir nicht ersichtlich. Auch die aktiven Prozesse mit top zu überwachen half dabei nicht viel. Den Speicher konnte ich als Ursache ebenso ausschließen: Sowohl RAM als auch Swap waren stets zur Genüge vorhanden.
Im KDE Forum bin ich dann auf eine Lösung gestoßen. Als Ursache stellte sich dabei die OpenGL-Unterstützung von KWin heraus. KWin ist die Desktop-Effekt Unterstützung von KDE4 und fällt manchmal (insbesondere bei Intel-Grafikkarten, wie man so liest) in den Softwaremodus zurück. Dies führt dann zu der hohen Systemlast. Ob man davon betroffen ist, kann man mit folgendem Befehl testen:
kwin --replace
Erscheint nun folgendes, so ist man von dem Bug betroffen. Oder es erscheint auch nicht, denn bei mir wurde OpenGL ordnungsgemäß erkannt, trotzdem litt ich unter regelmäßigen Systemfreezes.
KWin has detected that your OpenGL library is unsafe to use, falling back to XRender.
Den Work-Around habe ich trotzdem einfach mal ausprobiert. Bisher (seit ca. 2 Stunden) sind bei mir keine weiteren Freezes aufgetreten…
Und so geht das ganze:
Einfach die Einstellungen für KWin im Home-Verzeichnis des eigenen Benutzers editieren.
vim ~/.kde4/share/config/kwinrc
Nun im Abschnitt Compositing folgende Änderungen vornehmen:
[Compositing] CheckIsSafe=true DisableChecks=true OpenGLIsUnsafe=false
Danach ist dieses ärgerliche Problem (hoffentlich) behoben!
Webserver mit Apache, MySQL und phpMyAdmin unter Debian

